Geschichte der Fachsektion

 

Die Wurzeln der österreichischen Psychodrama-Szene liegen einerseits bei A. Friedemann in der Schweiz, andererseits bei den beiden deutschen Moreno-Instituten in Überlingen und Stuttgart. Den ersten österreichischen Ausbildungslehrgang leitete A. Friedemann, der noch von Moreno selbst ausgebildet worden war.

1976 wurde die Fachsektion Psychodrama innerhalb des ÖAGG von einer Personengruppe gegründet und damit in Österreich institutionell etabliert. Gründungsmitglieder waren: Dr.in Anneliese Schigutt, Dr.in Barbara Farkas-Erlacher, Mag. Helmut Haselbacher und Maria Schönherr, MSc und einige andere, die heute nicht mehr in der Sektion aktiv sind.

Der ÖAGG hat als Verein seine eigene Organisationsstruktur, in der die einzelnen Sektionen berücksichtigt sind.

OEAGG Organigramm

1978 wurde die erste Ausbildungsordnung erstellt. Von diesem Zeitpunkt an wurden laufend Ausbildungsgruppen angeboten und der quantitative Umfang des Ausbildungsangebots laufend erweitert. Im Zuge dieser Entwicklung kam es auch zu einer Erweiterung des Lehrkörpers. Zu diesem Zeitpunkt wurde in der Ausbildungsordnung noch nicht zwischen Psychodrama-LeiterInnen im sozialpädagogischen oder psychotherapeutischen Bereich differenziert. Hier bewirkte das Psychotherapiegesetz 1991 eine klare Trennung in 2 Ausbildungsangebote:

  • für RollenspielleiterInnen u.a. im Rahmen sozialpädagogischer Tätigkeit und der Erwachsenenbildung;
  • Fachspezifikum für Psychodrama zur Ausbildung von PsychotherapeutInnen.

1993 wurde die Fachsektion als fachspezifische Ausbildungseinrichtung für Psychodrama-Psychotherapie anerkannt. Die Konzentration auf die Implementierung und Durchführung des Fachspezifikums hatte die Zurückdrängung anderer psychosozialer Anliegen zugunsten der Psychotherapie zur Folge.

1995 begann die erste Ausbildungsgruppe nach dem neuen Curriculum in Wien. Seither beginnen jährlich 1–2 Ausbildungsgruppen mit 12 bis 14 TeilnehmerInnen. Seitens der Ausbildungseinrichtung wurde versucht, so weit wie möglich auf die regionalen Bedürfnisse einzugehen (z.B. Absolvierung einer Monodrama-Lehrtherapie im jeweiligen Bundesland).

Seit Oktober 2005 wird die fachspezifische Ausbildung in Kooperation mit der Donau-Universität Krems mit dem Abschluss „Akademische/r Psychotherapeut/in“ oder „Master of Psychotherapie“ (Psychodrama) angeboten.

2010 wurde das bisherige Ausbildungsangebot des Bereichs Beratung (Rollenspielleitung, Aufstellungsarbeit, Supervision) um die Angebote Psychodrama-Pädagogik und Lebens- und Sozialberatung erweitert und in B3: Beratung, Bildung & Begegnung zusammengefasst.

 

Wichtige Veranstaltungen

Seit 1982 Jahren findet einmal jährlich ein 2-tägiges Symposium für Psychodramatheorie und -technik statt, alternierend für Psychodrama-Psychotherapie und Psychodrama im pädagogischen/beratenden Bereich. Eine Auflistung der bisherigen Symposiumsthemen finden Sie hier.

Weitere Angebote:

  • an den Sektionstagen (jährlich ein Tag) Inputs für Graduierte und AusbildungskandidatInnen zu unterschiedlichen Fachthemen,
  • regelmäßige Jours fixes in Wien, Graz, Klagenfurt, Linz und Salzburg,
  • einjährliche Fachtagungen des Lehrkörpers des Fachspezifikums und von B3, mit den Zielen der Evaluierung, Entwicklung fachlicher Standards und die Weiterentwicklung der Methode unter Einbeziehung neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse.

 

 

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